Nordsee und westliche Ostsee, Atlantik und Mittelmeer
April bis Juni
ganzjährig
Ihre Plattfischschwester ist die Scholle. Genau wie sie schmeckt sie am besten im Juni (nicht wie irrtümlich immer wieder behauptet im Mai!), wenn sie sich genügend Fett angefressen hat. Bis Mai gehen Saft und Kraft in ihren Rogen. Jung – als Larven sind sie noch „normal“ gebaut. Dann wandert ihr unteres Auge auf die braune, tarnende Oberseite neben das andere Auge. Das hat seinen guten Grund. Da die Seezunge am Meeresboden lebt, vergräbt sie sich tagsüber vor ihren Feinden von oben im Sand und geht nachts auf Beutezug. Ihre „Blindseite“ ist mit feinfühligen Tastwarzen ausgestattet und sie streift so hungrig den Meeresboden entlang. Heute ist dieser beste, feinste und wertvollste unter den Plattfischen ausgesprochen selten und zudem ein sehr teueres Vergnügen. Ein echter Edelfisch.
Sie ist köstlich gebraten oder gegrillt. Frisch sind sie bei leuchtend roten Punkten auf der dunklen Seite, hellem Schleim und klaren Augen.
Das Fleisch der Seezunge ist weiß und fest, besonders aromatisch und zudem grätenlos. Ein fantastischer Genuss, leider teuer.
Seezungen sind mit Haut, ausgenommen, von 200 - 800 g erhältlich. Auf Bestellung gibt es auch Filets.
pro 100 g 90 kcal. , 50 mg Cholesterin, 17,5 g Eiweiß, 1,4 g Fett
Frische Seezungen zeichnen sich aus durch leuchtend rote Punkte auf der dunklen Seite, hellen Schleim und klare Augen.